An den Gewässern Hamburgs ist ein heißer Streit zwischen Anglern, Hundebesitzern und Naturschützern entbrannt. Hintergrund ist die Bitte an die Hundebesitzer, ihre Hunde auf den Spazierwegen rund um Elbe, Alster und Bille angeleint zu lassen, da zu dieser Zeit der Kormoran in den Uferzonen brütet.
Der NABU kürte den Vogel mit dem schwarzen Gefieder und dem langen Schnabel zum Vogel des Jahres und im Raum Hamburg ist es zudem verboten Kormorane zu schießen.
Nun sind aber Kormorane und Angler Erzfeinde und den Anglern ist es gerade recht, wenn der eine oder andere freilaufende Hund Jagd auf Kormorane macht.
Mühsam eingesetzte Fische in Teichen fischt der Räuber nämlich schnell wieder heraus.
Andere Leckerbissen für den Vogel sind Stint und Aal.
Nun sind die Fronten verhärtet und die ersten Angler traten mit Protest aus dem NABU aus.
Aber ist es denn nun wirklich so schlimm mit den Kormoranen? Wie sieht der Schadensnachweis aus?
In Hamburg befindet sich die größte Kolonie dieser Vögel auf der Billwerder Insel. Der Statistik nach ist der Bestand dort seit 2007 rückläufig. Im Jahr 2009 waren es gerade mal 187 Paare. Laut NABU vernichtet der Kormoran keine natürlichen Fischbestände. Die Situation an Teichen ist da schon brenzliger und es gilt Lösungen zu finden, damit kein wirtschaftlicher Schaden entsteht.
Mehr Informationen zu diesem Streitthema findet ihr auf den Internetseiten von NABU.